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Bilder


Georg Karl Pfahler

(1926 Weißenburg -
2002 Weißenburg)


Georg Karl Pfahler gilt als einziger deutscher Künstler des Hard-Edge-Stils, bei dem die Farbfelder nicht ineinander fließen, sondern scharfkantig aufeinander stoßen. 75-jährig verstirbt der Künstler im Januar 2002 in fränkischen Emetzheim.

1956 Gründungsmitglied der "Gruppe 11" (zusammen mit Günther C. Kirchberger, Attila Biró und Friedrich Sieber)

1959 Abwendung von Informel, die ersten "formativen" Arbeiten entstehen

1970 Zusammen mit Thomas Lenk, Heinz Mack und Günter Uecker wird Pfahler für den deutschen Beitrag auf der Biennale in Venedig ausgewählt, 1981 wird er als Vertreter deutscher Kunst auf der Biennale in Sao Paulo bestimmt.

1972 Preis der National-Galerie Breslau

Nach einer Gastprofessur an der Helwan Universität in Kairo 1981 lehrt er von 1984 bis 1992 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

Farbe war bei Pfahler nie ein Mittel zur Flächenbildung, sondern immer ein raum-bildendes Element. Allerdings in einem ganz neuen Sinn. Er wollte, dass seine Farbflächen, die meist abgerundete Ecken haben, optisch zum Betrachter hin klappen, denn seine Realität ist der Gegenstand Farbe. Seine Bilder mit den runden Ecken werden in den 60er Jahren zum Markenzeichen der Stuttgarter Schule. Sein wichtigster Lehrer war Willi Baumeister. In den vergangenen Jahren entstanden so genannte "Palaverhäuser": welche die Verbindung von Farbe und Politik - Pfahler verstand sich immer als politischer Künstler - sichtbar machen sollen.

Die amerikanische Hard Edge-Malerei (u.a. auch Frank Stella) hat in Georg Karl Pfahler ihr einziges deutsches Pendant. Die Farbe erhält in der Folge die Möglichkeit, ihre räumlichen Qualitäten im dynamischen Wechselspiel von Nähe und Ferne zu entfalten, d.h. eine Logik zu entwickeln, die sich aus den jeweiligen Farbverbindungen ergibt. Nur diese bestimmt subjektiv ihren Standort im Verhältnis zueinander und zum Betrachter selbst. So kann die Farbe nach vorne in den Raum treten.